Capodanno Medievale

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Die Legende Des Montagnana-Umhangs

ie Legende aus längst vergangenen Zeiten erzählt von Rittern, Edeldamen, Waffen, List und Kühnheit. Sie bringt uns ins Mittelalter.
Inmitten eines milden Winters, es war gerade Markt in Montagnana und die Strassen waren erfüllt von lautstarkem Treiben, als in Hast eine Truppe von Reitern die Stadt mit der Nachricht erreichten, dass ein großes Heer bewaffneter Veroneser bedrohlich näher rückte.


ofort wurde Alarm geschlagen. Der Stadtherr und der Befehlshaber der Wache ordneten in Windeseile die wichtigsten Maßnahmen zur Verteidigung, zur Sicherstellung der Wasserversorgung und der Lebensmittelreserven an. Aus der ganzen Region Sculdascia kamen bewaffnete Männer zu Hilfe. Man verteilte die Verteidigungsposten, positionierte die Armbrustschützen auf den Zinnen der Mauer, füllte die Gräben mit Wasser auf. Aber die Angst war groß, denn die Zahl der bewaffneten Männer war zu gering und es wurde dringend Verstärkung benötigt. Man berief eilig den Rat der Weisen ein und schickte Boten ins nahegelegene Padova, um von den Herren Da Carrara Hilfe zu erbitten. Jedoch rückte der Feind rasch näher und die Zeit war zu knapp.

er Rat beschloß also, zu einer List zu greifen:
Man wollte Holzkreuze mit Waffen und Rüstungen bestücken, um den heranstürmenden Feind über die tatsächliche Zahl der eigenen Krieger zu täuschen und so Zeit zu gewinnen bis die Verstärkung aus Padova eintreffen würde.
Aber die Waffen reichten bei weitem nicht aus. Kurzerhand befahl man jeden Stoff in der Stadt in rote Umhänge zu verarbeiten und mit Holzgestellen überall entlang der Stadtmauer aufzustellen.
Die ganze Nacht hindurch färbten, schnitten und nähten Männer und Frauen Stoffe aller Art.
Als im Morgengrauen die feindlichen Truppen zum Angriff riefen, um die Verteidigungsmauern zu stürmen, hörten sie großen Lärm:
Trommelwirbel und Fanfaren schallten von den Mauern und plötzlich erschienen hunderte schemenhafte Gestalten in roten Umhängen auf den Zinnen der Mauern, wohin auch immer sie ihren Blick wandten.

ie Stadtmauern öffneten sich. Reiter und Soldaten in roten Mänteln brachen in einem mutigen Verteidigungsakt aus der Stadt und nahmen Stellung vor dem Tor ein. Hinter ihnen schien ein Heer von Kriegern in roten Umhängen auf den Kampf zu warten - Alte und Frauen in roten Stoff gehüllt, drängten sich dicht zusammen und feuerten ihre Männer an, um den Feind zu täuschen.

ie Angreifer, ungläubig, überrascht und erschreckt von dem wilden Auftritt und dem Anblick der unzähligen roten Mäntel, fürchteten in eine Falle geraten zu sein. Rasch zogen sie sich in einige Distanz zurück, um über das weitere Vorgehen zu beraten. Doch es dauerte nicht lange bis sie den Trick durchschaut hatten. Jedoch war mittlerweile die Unterstützung aus Padova eingetroffen. In einem heftigen Gegenangriff schlugen die Verteidiger ihre Feinde in die Flucht und verfolgten sie bis vor die Tore Veronas.

uf diese Weise wurde Montagnana von der Bedrohung gerettet und sechs Tage und sechs Nächte lang wurde aus Freude das größte Fest in der Stadt gefeiert. Jedes Jahr erinnert eine Parade mit roten Umhängen an das glückliche Ereignis.



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